Chronische nicht-übertragbare Erkrankungen: DU kannst heute etwas ändern!
Bjarna Liv Lakämper - 5 min read - 22 März 2021
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Eatearnity ist ein Start-Up, dass sich für eine gesündere Ernährung in unserer Gesellschaft einsetzt. Denn die Ernährung ist Teil eines gesunden Lebensstils, der uns auf lange Sicht gesund und fit hält. Gesunde Ernährung ist gerade im Trend, aber eigentlich es ist doch viel angenehmer, abends eine Pizza zu bestellen und vor dem Fernseher noch Chips zu snacken, oder!? Schließlich ist beides günstig, schnell zubereitet und einfach lecker. Kann man machen, sollte man aber nicht.

Ein Problem mit unserer Gesellschaft heute ist, dass wir alle Jobs haben, bei denen wir uns nicht so viel bewegen. Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber insgesamt bewegen wir uns zu wenig. Und obwohl wir nicht besonders sportlich unterwegs sind, meistens auch keine Zeit für Sport haben, ernähren wir uns auf eine Weise, die ungesund ist. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es nicht nur Lebensmittel im Überfluss gibt, sondern auch ein Salat teurer ist als Chips, Fleisch beinahe täglich auf dem Esstisch landet und das „Feierabendbier“ ganz normal ist. Wenn man sich überlegt, dass ein Bier so viele Kalorien wie ein Schnitzel hat, kann einem schon mal der Appetit vergehen.

Doch warum ist das alles jetzt schlecht?

Unser Körper ist schlau und anpassungsfähig. Über die Jahre hat sich der Stoffwechsel an die westliche Wohlstandsgesellschaft und ständige Nahrungszufuhr gewöhnt. Damit steigen aber auch die Fälle von chronischen Erkrankungen an. Chronische, nicht-übertragbare Erkrankungen sind Krankheiten, die unser Gesundheitssystem extrem belasten, wie ein Tsunami rollen die Krankheiten, die aufgrund von Übergewicht, zu wenig Bewegung und einer einseitigen, ungesunden Ernährungsweise entstehen, über die westliche Welt. Dazu zählen z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder auch Diabetes. Diese Krankheiten machen die meisten Sterbefälle in Deutschland aus.

Betrifft dich nicht, du bist ja jung und gesund?

Ernährung und Lebensstil kann man lernen. Unser Gehirn lernt im Alter nicht mehr so gut und es ist unglaublich schwer neue Routinen zu entwickeln. Außerdem ist es dann oft schon zu spät, denn die Krankheiten entwickeln sich oft mit der Zeit über viele Jahre. Und diese Veränderungen beginnen schon ab einem Alter von 30 Jahren! Man kann diese Krankheiten vermeiden, man ist selbst dafür verantwortlich. In frühen Stadien sind Veränderungen im Körper noch reversibel. Unser Körper kann damit umgehen und man wird belohnt, wenn man sich etwas Mühe gibt, einen gesunden Lebensstil zu beginnen. Du kannst schon durch kleine Veränderungen einen Effekt bemerken, dass du dich besser fühlst, besser schläfst und fitter wirst. Ein Spaziergang an der frischen Luft nach der Arbeit, die Chips durch einen Joghurt mit Nüssen und Beeren zu ersetzen, es sind kleine, einfache Schritte, die zu einer neuen Gewohnheit und zu einer Veränderung deiner Gesundheit führen.

Je länger man einen ungesunden Lebensstil führt, desto gravierender und früher treten Symptome auf, die einen im Alltag einschränken. Etwa Atemnot bei Bewegung, Arthrose und viele andere Begleiterscheinungen der chronischen, nicht-übertragbaren Krankheiten treten erst mit der Zeit auf, und dann wird es immer schwieriger, in den Ausgangszustand zurück zu gelangen.

In jungen Jahren betreffen uns diese Probleme nicht. Viele von uns sind oder fühlen sich noch gesund. Spätestens seit „Body-Positivity“ in aller Munde ist, also dass alle Körperformen, Ecken und Kanten wertgeschätzt werden und in Ordnung sind, wird ein ungesunder Lebensstil oft verharmlost. Natürlich soll jeder sich in seinem Körper wohlfühlen, und Diskriminierung ist zu verachten. Trotzdem macht es Sinn, auch in jungen Jahren einen gesunden Lebensstil zu führen. Dein Körper wird es dir danken!

Heute entscheidest du, wie du deine Zukunft verbringen willst!

Letztendlich führt die westliche Lebensweise dazu, dass wir statistisch gesehen immer früher und immer schwerer krank werden. Und mit 40 Jahren Arthrose in den Knien zu haben, weil zu lange zu viel Gewicht auf den Gelenken lastet und geradewegs auf Stoffwechsel- und Herzerkrankungen zuzusteuern, ist wirklich nicht erstrebenswert und hat auch nichts mehr mit „Body-Positivity“ zu tun.

Natürlich erkrankt nicht jeder von uns daran, aber doch ein erheblicher Anteil. Und es ist bewiesen, dass wir vor allem selbst daran schuld sind, dass wir diese Erkrankungen bekommen. Es liegt an uns das zu ändern. Denn es ist nicht nur selbstverschuldet, es ist auch egoistisch. Chronische Erkrankungen rauben die Ressourcen des Gesundheitssystems, jeder von uns zahlt für immer mehr Kranke, immer mehr Arzttermine, Untersuchungen, über einen viel längeren Zeitraum, da man oft nicht erst mit 80 Jahren krank wird, sondern schon 40 Jahre eher in das Risikoprofil fällt. Und nicht nur das, man ist, sobald man behandlungsbedürftig wird, von Medikamenten abhängig. Medikamente, die man jeden Tag einnehmen muss, die eine ganze Reihe von unerfreulichen Nebenwirkungen haben.

Und das alles wollen wir in Kauf nehmen, nur um keinen Sport machen zu müssen, nur ungesunde Lebensmittel essen zu können und zu rauchen? Das scheint mir ein schlechter Deal zu sein.

Viele Tabletten in verschiedenen Farben

Ein Beispiel für eine chronische Erkrankung: Was genau passiert bei einer koronaren Herzerkrankung?

Unser Herz ist ein tolles Organ, für mich eigentlich am faszinierendsten. Ein Organ, dass viele Jahrzehnte immer weiter schlägt und unseren Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. „Die Pumpe des Lebens“ befördert den ganzen Tag, immer weiter Blut durch unsere Gefäße. Einfach beeindruckend. Aber diese Gefäße können verkalken. Etwa wie ein verstopftes Rohr blockieren Verkalkungen und Plaques die Gefäße. Bei einer koronaren Herzerkrankung passiert genau das in einem Gefäß, das eigentlich unser Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen soll, sodass das Herz weiter schlägt. Das Gefäß wird verstopft und das Herz ist unterversorgt. Bei einer koronaren Herzerkrankung ist diese Unterversorgung in Ruhe meistens nicht so auffällig, man merkt es einfach nicht. Doch wenn man seinen Körper belastet, zum Beispiel beim Treppenlaufen oder bei kalten Temperaturen kann es zu Symptomen kommen, z.B. zu Schmerzen hinter der Brust. Das ist der Angina Pectoris- Schmerz, das Herz ist akut unterversorgt. Es kann aber auch zu Atemnot kommen. Der schlimmste Fall führt zu einem Herzinfarkt.

Eine ungesunde Lebensweise ist der Risikofaktor

Die ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung, Rauchen, alle diese Faktoren erhöhen das Risiko an einer chronischen, nicht-übertragbaren Erkrankung zu erkranken. Da spielt viel mit rein: Erhöhte Blutfettwerte schaden unseren Gefäßen, zu hoher Blutzucker führt zu Diabetes und Insulinresistenz. Zu viel Fettgewebe führt zu einer chronischen Entzündung im Körper. Zu viel Gewicht schadet deinen Gelenken. Muskeln und Stoffwechsel gewöhnen sich mit der Zeit die Situation. Was nicht heißt, dass man das nicht mehr ändern könnte. Es wird nur immer schwerer mit der Zeit.

Und genau deshalb appelliere ich heute an dich: Heute ist der perfekte Tag, um anzufangen, für dein gesamtes restliches Leben vorzusorgen. Für eine gesündere, beschwerdeärmere, fitte Zukunft. Für deine Zukunft. Du kannst gleich heute damit beginnen, gesünder einzukaufen. Und dabei hilft dir Eatearnity, denn Eatearnity belohnt dich für gesunde Kaufentscheidungen!

Solltest du Krankheitssymptome haben, ziehe bitte einen Arzt zu Rate.

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Bjarna Liv Lakämper
Ich bin Medizinstudentin aus Düsseldorf und ich schreibe über Ernährung, Sport und Gesundheit. Mit diesen Themen beschäftige ich mich schon lange, nicht nur aufgrund meines Studiums, sondern auch, weil ich aus dem Leistungssport komme. Ich bin ein sehr aktiver Mensch, ich mache nicht nur selbst Leichtathletik, sondern helfe auch beim Training der Jugend im Verein und habe ehrenamtliche Engagements. Mir persönlich ist ein gesunder Lebensstil wichtig, aber auch die Ausgewogenheit im Alltag. Aktuell helfen mir dabei kreative Aufgaben und die Verbindung zur Natur! Ich und das ganze Eatearnity-Team freuen uns auf eure Fragen und Anregungen an hello@eatearnity.com.

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