Die fünf leckersten Fleischersatzprodukte!
Bjarna Liv Lakämper - 4 min read - 03 Mai 2021
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Ich bin zwar von Haus aus kein überzeugter Fleischesser, dennoch habe ich mich nie dazu durchgerungen, mich selbst als Vegetarierin zu bezeichnen. Schließlich esse ich dann doch mal gerne einen Burger oder einen Salat mit Hähnchen. Etwa einmal alle zwei Wochen esse ich Fleisch, doch ich versuche schon auf die Herkunft und die Qualität zu achten. Ich bin nicht begeistert von Fleisch, freue mich bei Grill-Abenden mehr auf Salat und Baguette als auf das Grillfleisch und kann gut darauf verzichten. Für diesen Blogpost habe ich mich zum ersten mal aktiv mit Fleischersatzprodukten auseinander gesetzt. Vorher war das für mich eigentlich kein Thema. Ich habe auch zu der Frage recherchiert, warum man Fleisch nicht einfach weglässt, sondern versucht es zu ersetzen. Ich habe viele Erfahrungsberichte gelesen und das Argument, dass mich überzeugt hat, war: Man kann so viele Gerichte, die man sein Leben lang kennt, trotzdem zubereiten, ohne Fleisch zu essen. Und so ein Gericht kennt wohl jeder von uns.

Meine Entdeckungsreise durch Soja- und Grünkern-Produkte begann damit, dass ich im Supermarkt vermehrt zu Alternativen gegriffen habe. Mittlerweile gibt es eine riesige Auswahl an Produkten und Geschmacksrichtungen, und jeden Tag kommen mehr dazu. In unserer Gesellschaft und auch bei Lebensmittelherstellern findet gerade ein Umdenken statt, gerade vor ein paar Tagen gab es die Meldung, dass der Fleischkonsum rapide gesunken ist. Und das ist nicht nur wegen der Umwelt und des Tierwohls zu begrüßen. Auch unsere Gesundheit dankt es uns, wenn wir den Konsum von tierischen Produkten reduzieren. Letztendlich hat der Verbraucher auch die Verantwortung und die Umstände von unserem Konsum von Fleisch sind mittlerweile jedem bewusst. Gerade deshalb ist es doch ein toller Fortschritt, dass Fleischersatzprodukte nicht nur immer vielfältiger werden, sondern auch von Geschmack immer ansprechender.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es gesundheitliche Vorteile hat, auf Fleisch zu verzichten. Ebenso wurde den Alternativen zu Fleisch ein wesentlich gesünderer Effekt auf unseren Körper nachgewiesen. Vor allem „rotem Fleisch“, also Rindfleisch, Schweinefleisch etc. Wird eine Wirkung zugesprochen, die unser Gesundheit nicht gut tut. Mit erhöhten Blutfettwerten fängt es an, aber letztendlich entsteht daraus ein erhöhtes Risiko für Gefäßschädigungen bei Arteriosklerose. Es kommt nicht von ungefähr, dass viele Sportler sich vegan oder vegetarisch ernähren und sich viel leistungsfähiger und fitter fühlen. Der Proteinbedarf wird aus pflanzlichen Quellen gedeckt: Dazu zählen z.B. Hülsenfrüchte oder eben Sojaprodukte.

Für mich sind Fleischersatzprodukte auf jeden Fall eine Alternative, denn mir ist vor allem wichtig, soviel wie möglich auf Fleisch zu verzichten. Mein Einkauf im Supermarkt hat mir gezeigt, wie vielfältig das Angebot ist. Jede Mahlzeit, bei der Auf Fleisch verzichtet wird, ist für die Umwelt und die Tiere gut. Vor allem deshalb wehre ich mich gegen Labels wie „vegetarisch“. Ein strenger Cut ist nicht für jeden durchführbar und zu schaffen. Viel mehr sollte es darum gehen, seine Gewohnheiten langfristig zu ändern und den Fleischkonsum Stück für Stück zu reduzieren, so wie es für einen selbst funktioniert. Zu harte Verbote führen dazu, dass wir uns selbst auferlegte Ziele nicht eingehalten können und man wieder in alte Verhaltensmuster verfällt. Dein Bewusstsein sollte sich nachhaltig ändern und man kann sich bei jeder Mahlzeit fragen: braucht es unbedingt Fleisch? Kann ich es irgendwie ersetzen?

Tofu mit Soja-Soße in einer Schüssel

Nun zu den Fleischalternativen, die ich ausprobiert habe:

  1. Tofu

    Tofu kennt jeder, die meisten haben eine weniger gute Meinung davon. Tofu wird aus Soja hergestellt. Ganz im Gegenteil zu der allgemeinen Meinung wird für Soja nicht der ganze Regenwald abgeholt, sondern oft kommt das in Lebensmitteln verwendete Soja aus Europa. Tofu muss gut gewürzt und mariniert werden, sonst schmeckt es leider nicht. Doch dann ist Tofu vielseitig einsetzbar. Mein Favorit ist Tofu-Bolognese: Dabei habe ich wirklich auf einen Unterschied geschmeckt.

  2. Burger-Patty aus Kidneybohnen

    Als Alternative beim Burger-Essen ist mir dieses Rezept im Kopf geblieben. Kidneybohnen zu einer Masse verarbeiten, mit etwas Haferflocken binden und natürlich würzen: Ein Patty, zusammensitzen frischem Gemüse und Salat auf einem leckeren Burger. Das hat für mich definitiv Potential als Alternative. Vor allem kann man dieses Rezept wirklich einfach zuhause herstellen und der nächsten Burger-Party steht nicht mehr im weg!

  3. Ersatzprodukten für Hähnchen

    Hähnchen ist für mich das Fleisch, was ich am ehesten gerne esse. Deshalb haben mich die Alternativen dazu besonders interessiert. Meistens handelt es sich dabei um Soja-Produkte, die gut gewürzt sind. Die Konsistenz gleicht der von zartem Hähnchenfleisch wirklich, auch ich war erstaunt. Damit kann man viele Rezepte und Gerichte ausprobieren. Vor allem ein hausgemachter „Hähnchen“-Döner ist wirklich lecker, aber auch für Geschnetzeltes kann man ruhig mal das Fleischersatzprodukte verwenden. Es ist total lecker!

    Teigrolle mit Gemüse und Hähnchen

  4. Tempeh

    Es wird exotischer, denn ich habe auch Tempeh ausprobiert. Für mich als totalen Neuling in der vegetarischen Welt ist Tempeh etwas besonderes gewesen. Unter Tempeh versteht man Produkte aus fermentierten Soja-Bohnen. Diese werden im Herstellungsprozess so leichter verdaulich gemacht. Die Bakterien wirken sich außerdem vorteilhaft auf unser Mikrobiom und unser Immunsystem aus. Der Geschmack ist etwas angenehmer als der von Tofu, finde ich, und auch hier sind der Fantasie in der Anwendung keine Grenzen gesetzt.

  5. Lupinen

    Neues Superfood aus der Heimat? Könnte man so sagen, wobei „neu“ hier nicht ganz die richtige Bezeichnung ist. Lupinen sind eine heimische Pflanze, die auch giftige Anteile hat. Doch die Samen können gegessen werden und sind sehr gesund. Viele Vitamine und vor allem Proteine sind darin enthalten und machen die Lupinen-Samen so reichhaltig. Auch die Konsistenz bietet sich an, diese Samen weiter zu verarbeiten. Noch ein Vorteil ist, dass der Anbau nachhaltig in der Region erfolgen kann.

Ich habe mich selbst auf eine Reise begeben und in den letzten Wochen sehr viel ausprobiert. Da ich auch sonst nicht oft Fleisch esse, brauche ich auch nicht oft Fleischersatzprodukte. Aber eine Alternative ist es definitiv, vor allem seit man im Supermarkt viele Produkte, die unkompliziert in der Zubereitung und trotzdem lecker sind, kaufen kann. Das ist eine Entwicklung in die richtige Richtung und erweitert nochmal das Bewusstsein von uns Verbrauchern für ein Leben ohne Fleischkonsum. Vielleicht sieht so unsere Zukunft aus?

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Bjarna Liv Lakämper
Ich bin Medizinstudentin aus Düsseldorf und ich schreibe über Ernährung, Sport und Gesundheit. Mit diesen Themen beschäftige ich mich schon lange, nicht nur aufgrund meines Studiums, sondern auch, weil ich aus dem Leistungssport komme. Ich bin ein sehr aktiver Mensch, ich mache nicht nur selbst Leichtathletik, sondern helfe auch beim Training der Jugend im Verein und habe ehrenamtliche Engagements. Mir persönlich ist ein gesunder Lebensstil wichtig, aber auch die Ausgewogenheit im Alltag. Aktuell helfen mir dabei kreative Aufgaben und die Verbindung zur Natur! Ich und das ganze Eatearnity-Team freuen uns auf eure Fragen und Anregungen an hello@eatearnity.com.

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