Eatearnity-Update #1: Wann kommt die App, die mich für den Kauf gesünderer Lebensmittel bezahlt?
Rafael Sarim Özdemir - 5 min read - 29 März 2021
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Liebe Eatearnity-Community,

danke, dass ihr uns auf unserer Reise begleitet.

Viele von euch fragen uns, wann es endlich mit Eatearnity losgeht. Deshalb wollen wir euch ab jetzt regelmäßig hier auf unserem Blog ein Update zu den Entwicklungen bei Eatearnity geben. Wir hätten das schon früher machen sollen. Die Idee ist uns aber erst jetzt gekommen. Life happens!

Ein paar persönliche Worte

Bevor es losgeht aber erst ein paar persönliche Worte. Wir danken euch von Herzen für euren Support. Wir hätten schon längst aufgegeben, wenn uns nicht täglich eure ermutigenden Worte und tatkräftige Unterstützung erreichen würden. Eatearnity nebenberuflich aufzubauen ist eine große Herausforderung für meinen Mitgründer Hugo und mich. Wir machen weiter, weil ihr Eatearnity wollt. Danke.

Status und Plan für die Eatearnity App

Kurz gesagt ist die Eatearnity App zu 95% fertig entwickelt. Kudos an Hugo, dem technischen Genie hinter Eatearnity, und unsere Freelancer. An ein paar Ecken und Kanten hapert es noch. Zum Beispiel müssen wir noch ein System installieren, mit dem ihr euer Geld „abheben“ könnt. Zwei solcher Systeme von Drittanbietern sind z.B. Stripe und PayPal. Außerdem müssen wir die App für verschiedene Smartphone-Displays optimieren, damit sie für euch alle gut aussieht. Wir erwarten, dass diese Entwicklungsschritte noch 2 Wochen in Anspruch nehmen werden.

Sobald die restlichen 5% durch sind, muss die Eatearnity App auf den Apple AppStore und den Google Play Store. Der Prozess für die Listung ist anspruchsvoll. Die Guidelines von Apple gibt's hier und die von Google hier. Guidelines kann man die eigentlich nennen. Bücher passt besser. Durchschnittlich dauert die Listung auf dem Apple AppStore 2-3 Wochen. Unfassbar lange, aber nicht in unseren Händen.

Im Anschluss an die Listung auf den App Stores in ca. 4-5 Wochen werden wir die Eatearnity App langsam für mehr und mehr Nutzer zugänglich machen. Am Anfang geht es erstmal darum, dass wir zusammen die App testen, Feedback umsetzen und die Produktdatenbank ausbauen. Die App ist eigentlich schon in gutem Zustand, also sollte das Testen schnell gehen. Wichtiger ist die erwähnte Produktdatenbank.

Warum brauchen wir eine Produktdatenbank? Damit wir eure Kassenzettel „lesen“ können. Um Eatearnity zu nutzen, müsst ihr ja ein Bild von eurem Kassenzettel machen. Auf diesem Kassenzettel erkennen wir dann mittels Object Character Recognition (OCR), also maschinellem Sehen, welche Lebensmittel ihr gekauft habt und machen euch dann gesündere Vorschläge. Mit anderen Worten müssen wir also wissen, wie genau verschiedene Lebensmittel auf Kassenzetteln genannt werden.

Das Problem: Lidl, Aldi, Rewe, Edeka, etc. haben alle unterschiedliche Kassenzettelnamen für Lebensmittel. Die Lösung: Erstmal die Kassenzettelnamen von nur einem Händler „lernen“. Nach vielen Gesprächen mit euch haben wir uns für Lidl entschieden und bei der Erkennung von Lebensmitteln auf Kassenzetteln von Lidl schon sehr gute Fortschritte gemacht. Kein Bock auf Lidl? Sobald Eatearnity bei Lidl sauber funktioniert, geht’s sofort weiter zum nächsten Händlern. Wir wissen, dass ihr Auswahl wollt. Am Anfang gibt’s leider erstmal keine. Um Missverständnissen vorzubeugen: Wir haben keine Partnerschaft mit Lidl. Wir hätten zwar gerne eine – weil wir dann sofort wüssten, wie Lebensmittel auf Kassenzetteln von Lidl heißen – aber daran hat Lidl bisher kein Interesse. (Lidl, schreib mir jederzeit an rafael.oezdemir@eatearnity.com falls du doch Lust hast).

Um den Kreis zu vervollständigen müssen (und wollen) wir Partnerschaften mit Lebensmittelherstellern abschließen. Der Gesundheitsaspekt der App funktioniert zu diesem Zeitpunkt schon, sprich ihr könnt die Nutri-Scores von Produkten automatisiert vergleichen. Ihr findet aber bestimmt genauso cool wie wir, dass Eatearnity euch für den Kauf gesünderer Lebensmittel bezahlt. Da Geld nicht vom Himmel fällt arbeiten wir mit Herstellern, die euch auf der Eatearnity App zeigen wollen, wie ihre Produkte in eine gesunde Ernährung passen. Für Hersteller ist Eatearnity eigentlich nichts anderes als ein gesundes Cashback-Programm. Das erste und einzige seiner Art in Deutschland, wohlgemerkt. Shout out an verantwortungsbewusste Werbetreibende aus der Lebensmittelindustrie, die mit uns zusammenarbeiten wollen. Schreibt mir an rafael.oezdemir@eatearnity.com und ich zeige euch, wieso Eatearnity für Hersteller Sinn macht. Wichtig für euch, liebe Community, ist, dass Hersteller keinen Einfluss auf unsere Empfehlungen haben. Das finden Hersteller übrigens gut, weil ihr sonst euer Vertrauen in Eatearnity verlieren würdet und damit wäre niemandem geholfen.

Ach, einen Punkt zur Produktentwicklung hätte ich fast vergessen. In Tandem mit dem Aufbau der Produktdatenbank geht es auch daraum, unser Empfehlungssystem weiter zu verbessern. Das heißt vor allem, dass wir Lebensmittel in unserer Datenkbank einer Produktkategorie zuordnen. Sobald die Produkte kategorisiert sind, kommt der Nutri-Score und sagt uns, ob z.B. Müsli A gesünder ist als Müsli B.

Wie funktioniert die Eatearnity App

Ich freue mich, euch als kleinen Vorgeschmack zwei Screenshots unserer App zeigen zu dürfen. Anhand dieser Screenshots erkläre ich nochmal Schritt für Schritt wie Eatearnity funktioniert.

Im Home-Bereich der Eatearnity App findet man Informationen wie z.B. die Verteilung der Nutri-Scores von Lebensmitteln, die man in den letzten 30 Tagen gekauft hat

Auf Screenshot Nr. 1 oben seht ihr, dass die Eatearnity App vier Bereiche hat: „Home“, „Foods“, „Rewards“ und „Settings“. Gerade sind wir im „Home“-Bereich, wo ihr allgemeine Infos findet. So z.B. oben rechts die Verteilung der Nutri-Scores von Lebensmitteln, die ihr in den letzten 30 Tagen gekauft habt. Grün ganz links ist der Nutri-Score A, also sehr gut. Rot ganz rechts ist schlecht und der Nutri-Score E. Cool, oder? Zurzeit gibt es weltweit keinen automatisierten „Schrittzähler“ für Ernährung, wie wir ihn euch hier bieten. Ganz im Gegenteil. Auch wenn wir alle hoffen, in den letzten Monaten gesund eingekauft zu haben, haben wir schlussendlich keine Ahnung, ob das wirklich so ist.

Was ihr hier seht, geht davon aus, dass ihr den ersten Schritt auf der Eatearnity App schon genommen habt. Der erste Schritt, um Eatearnity zu nutzen, ist natürlich, dass ihr einen Kassenzettel von Lidl fotografiert. Alternativ könnt ihr auch ein Foto von dem Barcode eines Produktes machen, das bei Lidl verkauft wird. Beides macht ihr mit dem Plus-Zeichen in der Mitte der Navigationsleiste.

Im Foods-Bereich der Eatearnity App findet man gesündere Vorschläge zu Lebensmitteln, die man vorher bei Lidl gekauft hat

Nachdem ihr euren ersten Kassenzettel oder Barcode fotografiert habt, findet ihr im „Foods“-Bereich unter „Swaps“ eure Vorschläge. Oben ist das alte Produkt. Unten drunter sind mehrere gesündere Alternativen.

Unsere Vorschläge basieren auf dem Nutri-Score. Alle Vorschläge haben entweder einen besseren oder wenigstens den gleichen Nutri-Score wie eure vorherigen Einkäufe. In der App werdet ihr unter den FAQs unsere detaillierte Erklärung dazu finden, wie der Nutri-Score funktioniert und warum wir vom Nutri-Score überzeugt sind. Natürlich ist wichtig, dass der Nutri-Score auf einer mathematischen Formel basiert und damit nicht beeinflussbar ist. Hier und hier findet ihr auch zwei Blog-Beiträge von Liv zum Thema Nutri-Score. Der Nutri-Score hat nicht nur Stärken, ist aber alles in allem ein sehr guter Mechanismus, um Lebensmittel zu vergleichen.

Aus den Vorschlägen, die wir euch machen, könnt ihr logischerweise frei auswählen, was ihr kaufen wollt. Produkte unserer Partner erkennt ihr am türkisen Rahmen. Außerdem steht unter Produkten von Partner die Höhe der finanziellen Belohnung. In diesem Beispiel also jeweils 30 Cent für die beiden Partnerprodukte.

Sobald ihr euch entschieden habt, welche Vorschläge ihr kaufen wollt, geht es zurück zu Lidl. Da kauft ihr eure Vorschläge und macht im Anschluss ein Foto von eurem neuen Kassenzettel. Jetzt haben wir die Kaufbestätigung und können euch bezahlen. Außerdem gibt’s wieder neue Vorschläge.

Bis bald, liebe Community

Ich hoffe euch mit diesem Blog-Post einen kleinen Überblick darüber gegeben zu haben, wo die Eatearnity App steht und was in die Entwicklung einer App einfließt. Ich bin mir sicher, dass ihr jede Menge Fragen habt. Schreibt mir die an rafael.oezdemir@eatearnity.com und ich bemühe mich, bald wieder ein Update mit Antworten zu euren Fragen zu schreiben. Danke für eure Aufmerksamkeit.

- Rafael, Co-Founder & CEO

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Rafael Sarim Özdemir
Rafael is the CEO & Co-Founder of Eatearnity. He started Eatearnity in 2019 to build a world without non-communicable diseases. Rafael spent the last 3 years in healthcare as Principal at Roivant Sciences. Roivant is a New-York based operational investor backed by SoftBank Vision Fund, Founders Fund and other leading VCs. Rafael is also a Deputy Platoon Leader with the special forces of the Swiss Armored Corps. Rafael studied at the LSE, Duke, HSG and Boğaziçi. Get in touch at rafael.oezdemir@eatearnity.com.

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