Iss dich hübsch? - was deine Ernährung mit deinem Aussehen zu tun hat
Bjarna Liv Lakämper - 5 min read - 05 Apr 2021
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„Du bist, was du isst“

Das ist ein Zitat, dass schon sehr lange existiert. Doch was steckt eigentlich dahinter? Welche Lebensmittel haben einen Einfluss auf unser Aussehen? Viele Hersteller werben mit Effekten der Produkte auf das Aussehen, schließlich zählt das in unserer heutigen Welt sehr sehr viel. Generell ist unsere Haut aufgebaut aus mehreren Schichten, die Fasern und Moleküle wie z.B. Kollagen enthalten. Die ganzen Schichten der Haut erfüllen alle einen Zweck, nämlich vor allem uns vor äußeren Einflüssen zu schützen. Dazu zählen z.B. UV-Strahlung, Katzenkrallen-Kratzer oder Kälte. Vor allem im Gesicht ist unsere Haut aber auch sehr empfindlich, das merken wir gerade auch durch das viele Masken-Tragen. Die Haut ist beansprucht, trocken, wenn man die Maske zu häufig hintereinander trägt, kann es zu Unreinheiten kommen.

Face-wash

Doch welche Lebensmittel sind gut für die Haut und welche eher nicht?

Fangen wir mit den Bösewichten an. Die gute Nachricht ist: Alle Lebensmittel, die nicht gut für die Haut sind, sind auch generell nicht so gesund für unseren Körper, in jeglicher Hinsicht. Auch das Herz-Kreislauf-System profitiert also davon, die Nährstoffe und Lebensmittel aus deinem Speiseplan zu verbannen!

Fangen wir bei den Getränken an.

Zuckerhaltige Getränke und vor allem Softdrinks mit vielen Zusatzstoffen sind für deine Haut eine Katastrophe. Durch den Anstieg des Blutzuckers wird Insulin ausgeschüttet. Das ist eine normale Reaktion des Körpers. Doch Insulin und andere Hormone, die dem Insulin sehr ähnlich sind wirken generell stimulierend auf das Zellwachstum. Im Klartext für dein Gesicht bedeutet das, dass die Talgdrüsen vergrößert sind und es zu Akne kommen kann.

Boxen mit Getränkedosen

Wenn man über lange Zeit einen zu hohen Blutzucker hat, kann es zu Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2 kommen. Aber auch schon vorher kann es zu stetigen Entzündungen im Körper kommen. Denn ein überproportionales Fettgewebe lässt immer unterschwellig eine Entzündung entstehen. Diese wiederum schwächt unseren Körper auf Dauer und wirkt sich nicht nur auf die Organfunktion aus, sondern eben auch auf unser Hautbild.

Das andere Getränk, das wirklich Gift für unsere Haut ist, ist Alkohol. Tatsächlich sind gesundheitlich positive Effekte von einem Glas Rotwein belegt, doch durch einen regelmäßigen Alkoholkonsum wird unsere Haut faltig und trocken. Alkoholische Getränke haben auch oft sehr viele Kalorien und schädigen Organe wie z.B. die Leber. Deshalb sollte man gerade bei Alkoholkonsum besonders aufpassen!

Und welche Lebensmittel machen eine schlechte Haut?

Viele Nährstoffe haben einen Einfluss auf unser Aussehen. Das hängt vor allem mit der chemischen Zusammensetzung zusammen und damit, was diese Bestandteile von Lebensmitteln mit unserer Haut machen. Dazu gehört zum Beispiel ein erhöhter Salzkonsum. Salz ist heutzutage überall dran, und das auch nicht zu wenig. Vor allem zu Konservierungszwecken wird Salz genutzt, in Kombination mit den Zusatzstoffen, die wir ja schon bei den Getränken kennengelernt haben. Salz, chemisch auch Natriumchlorid ist im Körper für viele Vorgänge sehr wichtig, In Speichel und Schweiß ist Salz physiologisch enthalten. Doch wenn wir über die Nahrung zu viel Salz aufnehmen, kann das zu Wassereinlagerungen führen. Dann sehen wir zum Beispiel im Gesicht aufgedunsen auf. Den selben Effekt gibt es aber am ganzen Körper, denn ein zu hoher Salzkonsum ist auf lange Sicht assoziiert mit einem zu hohen Blutdruck.

Ein weiterer bekannter Übeltäter sind Produkte mit viel Fett und Zucker.

Beim Fett kommt es vor allem auf die sogenannten „Transfette“, die Fette, die eben nicht so gut für unseren Körper sind, an. Durch diese Fette werden nicht nur unsere Gefäße belastet, sondern auch unsere Haut altert schneller. Zu hohe Blutfettwerte sind ein bekannter Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, denn dadurch steigt das Risiko für Arteriosklerose. Über die Ganz-Körper-Entzündung, die durch überschüssiges Fettgewebe entsteht und auf Dauer unseren ganzen Körper schwächt, habe ich oben schon berichtet.

Insgesamt sind diese schlechten Fette, die z.B. in Margarine oder Chips und noch in vielen anderen Lebensmitteln verarbeitet werden, nicht gut für unseren Organismus und wenn du Probleme mit der Haut hast, solltest du wenn möglich darauf verzichten, diese zu dir zu nehmen. In der Lebensmittelindustrie werden diese Fette trotz der gesundheitsschädlichen Wirkung immer noch viel genutzt, denn z.B. Rapsöl ist sehr billig.

Es gibt allerdings auch die „guten“ Fette, von denen hast du bestimmt schon einmal gehört. Hierbei handelt es sich um Omega-3-Fettsäuren, die einer Entzündung entgegenwirken. In Olivenöl oder Fisch sind diese guten Fette enthalten und haben nachweislich einen gesundheitlich fördernden Effekt. Also: gerne mal zu Fisch anstatt zu Fleisch greifen!

Die andere Sache, die unserer Haut nachweislich nicht gut tut, ist Zucker. Zucker reagiert mit körpereigenen Proteinen in der Haut, wie z.B. den Kollagenen, die ich oben schon erwähnt habe. Dieses Kollagen kann dadurch zerstört werden und unsere Haut ist nicht mehr straff, sondern faltig und fahl. Nicht nur das, auch unreine Haut kann durch Reduzieren des Zucker-Konsums gebessert werden!

Was kannst du also machen, um dein Hautbild zu verbessern?

  • Unverträglichkeiten abklären: Wenn dein Körper empfindlich auf einen Nahrungsmittelbestandteil reagiert, dann ist meistens nicht nur der Magen-Darm-Trakt betroffen, sondern es kann sich auch in anderen Symptomen äußern. Unreine, trockene und empfindliche Haut kann hierfür ein Zeichen sein. Wenn du eine Kombination aus beiden Symptomen hast, kannst du versuchen, herauszufinden, welches Lebensmittel dir nicht bekommt. Dazu musst du die Verdächtigen für zwei Wochen komplett aus deiner Ernährung streichen und dann testen, was du verträgst und was nicht.
  • Frisches Obst und Gemüse essen: Vor allem Vitamin C ist sehr wichtig für eine normale Kollagensynthese. Zusätzlich existiert eine antioxidative Wirkung, die wiederum unsere Haut vor schädlichen Einflüssen und frühzeitiger Alterung schützt. Vitamin C findet sich zum Beispiel in Brokkoli oder Paprika und natürlich in Citrusfrüchten.
  • Die äußerste Hautschicht erneuert sich einmal im Monat komplett. Eine ausgewogene Ernährung trägt dazu bei, dass sich die Zellen besser erneuern können. Vitamine und Spurenelemente tragen sogar dazu bei, dass eine neue Bildung von Hautzellen überhaupt erst initiiert wird.
  • Auf Zucker und Transfette verzichten! Egal, wie deine Haut aussieht und was die eigentliche Ursache für Unreinheiten ist. Wenn du anfängst auf Zucker und Transfette zu verzichten oder den Konsum auch nur zu reduzieren, dann wird es dein Körper dir danken. Und diesen Effekt siehst du auch an deinem Hautbild! Vor allem zuckerhaltige Softdrinks solltest du unbedingt vermeiden.

Unser Körper ist meistens nur als ganzes zu verstehen. Und so ist es auch hier.

Viele Inhaltsstoffe, die schon als ungesund gelten, tun auch unserer Haut nicht gut. Auf der anderen Seite sind die Produkte, die viele Vitamine enthalten und generell eine ausgewogene, gesunde Ernährung ungeheuer wichtig für unsere Haut und die Aufrechterhaltung einer Schutzbarriere. Mit ein paar simplen Schritten kannst du wirklich etwas für deine Körper und deine Haut tun!

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Bjarna Liv Lakämper
Hallo zusammen 👋 Mein Name ist Liv und ich bin Medizinstudentin in Düsseldorf. Ich schreibe über Ernährung, Sport und Gesundheit. Mit diesen Themen beschäftige ich mich schon lange. Nicht nur aufgrund meines Studiums, sondern auch, weil ich aus dem Spitzensport komme und unsere nächsten Leichtathletikerinnen im Verein trainiere. Hört sich interessant an? Dann melde dich für Eatearnity 💸🍒 an oder schreib uns an hello@eatearnity.com.

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