Sunˋs out! Warum Vitamin D für deinen Körper so wichtig ist.
Bjarna Liv Lakämper - 4 min read - 05 Juli 2021
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Ich glaube, mittlerweile hat jeder von uns schon mal von Vitamin D gehört, bestimmt nehmen auch diverse Freunde von dir Vitamin D-Präparat, denn das ist heutzutage sehr häufig. Doch was hat es mit Vitamin D auf sich und warum ist es für unseren Körper so wichtig?

Was ist Vitamin D?

Vitamin D ist ein Vitamin, das für zahlreiche Funktionen im Körper sehr wichtig ist. Der Knochenstoffwechsel wird vom Vitamin D-Haushalt beeinflusst, denn Vitamin D ist wichtig für die Resorption, das heißt die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung. Kalzium ist das Mineralstoff, aus dem unsere Knochen aufgebaut werden. Außerdem ist auch hier der Aufbau unserer Zähne wichtig. Unsere Knochen und Zähne werden mineralisiert. Dass Vitamin D hier besonders wichtig ist, wird vor allem im Alter relevant, hier kann es nämlich zu Osteoporose kommen. Im Alter lässt auch die Körper eigene Vitamin D-Produktion nach. Neben Vitamin D ist aber natürlich auch die ausreichende Kalzium Zufuhr wichtig. Vitamin D ist außerdem sehr wichtig für dein Immunsystem. Wenn du zu wenig Vitamin D produziert, dann bist du anfälliger für Infekte. Außerdem ist Vitamin D auch wichtig bei verschiedenen Stoffwechselvorgängen wie zum Beispiel der Bildung von Proteinen oder der Steuerung von Genen.

Wie wird Vitamin D gebildet?

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das vom Körper selbst gebildet werden kann. Vitamin D wird unter Sonnenlichteinstrahlung selbst gebildet, genauer gesagt unter UV-B-Strahlung. In Deutschland ist die Sonneneinstrahlung von März bis Oktober stark genug, die anderen Monate reichen leider nicht aus, um uns ausreichend mit Vitamin D zu versorgen. Deshalb sollten wir in den Sommer Monaten ausreichend Sonne tanken, um unsere Speicher aufzufüllen. In unserer Gesellschaft verbringen die Menschen immer mehr Zeit drinnen. Zum Beispiel bei der Arbeit sitzen wir stundenlang in geschlossenen Räumen. Deswegen sollte man darauf achten, vor allem in den Sommermonaten, Freizeitaktivitäten nach draußen zu legen, sodass unsere Vitamin D-Produktion angeregt werden kann. Tatsächlich ist es so, dass die Vitamin D-Produktion darunter leidet, wenn Sonnenschutz aufträgt. Dies ist natürlich für die Haut sehr wichtig, deswegen sollte man nicht so lange ungeschützt in der Sonne liegen, aber 20 Minuten das Gesicht und die Arme zu sonnen, regt deine Vitamin D-Produktion ausreichend an. Einen Sonnenbrand sollte man in jedem Fall vermeiden, deswegen solltest du nicht zu lange in der Sonne bleiben.

Was passiert bei einem Vitamin D-Mangel?

Insgesamt muss man sagen, dass ein symptomatischer Vitamin D-Mangel zum Glück selten ist. Auch wenn Studien zufolge in Deutschland ungefähr die Hälfte der Menschen mit Vitamin D unterversorgt ist, die Folgen eines ausgewachsenen Mangels sind nicht zu unterschätzen und nicht häufig. Bei Vitamin D Mangel kommt es zu Knochen- und Muskelveränderungen, denn diese können nicht mehr ausreichend aufgebaut werden. Bei Erwachsenen bedeutet das, dass die Knochen nicht hart genug sind und brechen. Außerdem ist man infektanfälliger, dein Immunsystem leidet also genauso. In Deutschland liegen aber tatsächlich sehr viele Menschen unter dem empfohlenen Wert, das äußert sich in Symptomen wie zum Beispiel Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder der bekannten Winterdepression. Auch Haarausfall oder Muskelschwächen können Symptome einer Unterversorgung mit Vitamin D sein.

Vitamin D kannst du als Laborwert beim Arzt überprüfen lassen, der Normwert liegt bei über 50 Nanomol pro Liter, hier werden Vorläufermoleküle des Vitamin D gemessen. Auch wenn eine einmalige Messung nicht direkt auf schwere Symptome wie zum Beispiel eine Mangelerscheinung hinweisen muss, sind durchgeführte Studien, in denen ungefähr die Hälfte der Probanden nicht den optimalen Wert erreichen, dennoch alarmierend.

Was kann ich tun, um dem entgegen zu wirken?

Es gibt viele Vitamin D-Quellen. Vitamin D ist in manchen Nahrungsmitteln enthalten, und in der Apotheke gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die dein Körper mit Vitamin D versorgen. Vitamin D ist zum Beispiel in fettigen Fisch wie Lachs enthalten, aber auch in Avocados, in manchen Speisepilzarten oder Käse. Über die Nahrung werden allerdings nur bis zu 10 % unseres Vitamin D Bedarfs gedeckt. Der Rest wird von unserem Körper selbst unter Sonnenlicht-Einfluss produziert. In der Apotheke bekommst du Nahrungsergänzungsmittel, die du im Winter ohne Sorge einnehmen kannst. Allerdings solltest du ohne nachgewiesene Unterversorgung 1000 I.E. nicht überschreiten. Insgesamt ist es immer besser so etwas mit dem Arzt oder Apotheker zu besprechen. Vor allem bei höheren Dosierungen solltest du zuerst deine Blutwerte bestimmen lassen. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln macht vor allem für Risikogruppen Sinn. Dazu zählen zum Beispiel ältere Menschen, die nicht mehr so viel Vitamin D produzieren, aber auch Menschen, die generell wenig Zeit draußen verbringen. Denn die beste Therapie ist immer noch sein Gesicht und die Arme für 20 Minuten am Tag zusammen, ohne sich an Sonnenbrand zu holen. Auch bei Werbung zu Nahrungsergänzungsmitteln solltest du vorsichtig sein, denn auch wenn Vitamin D-Supplements gerade im Trend sind, hat nicht jeder von uns eine Vitamin D-Unterversorgung. Gerade deshalb solltest du mit deinem Arzt sprechen und deine Laborwerte überprüfen lassen.

Unsere Tipps für Vitamin D:

  • Gehe jeden Tag an die frische Luft, mache zum Beispiel einen Mittags-Spaziergang in der Pause. Achte darauf, dass deine Haut in direkter Sonneneinstrahlung liegt, so dass dein Körper selbst Vitamin D produzieren kann.
  • Vor allem im Winter macht es Sinn, Vitamin D durch Nahrungsergänzungsmittel zu ergänzen . Hier lässt du dich am besten von deinem Arzt oder Apotheker beraten. Eine Überversorgung durch Nahrungsergänzungsmittel ist fast nicht möglich in Deutschland.
  • 10 % deines Vitamin D Haushalt machen auch Lebensmittel wie Käse, Avocados Oder fettiger Fisch aus. Versuche diese Lebensmittel in deinen Wochenplan mit einzubauen.
  • Achte beim Sonnen darauf, dass du nicht immer komplett mit Sonnencreme eingecremt bist, sondern etwa 20 Minuten auch ohne Sonnenschutz in die Sonne zu gehen.
  • Achte außerdem darauf, dass du genug Kalzium zu dir nimmst, so dass deine Knochen die optimale Stoffwechsellage haben.
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Bjarna Liv Lakämper
Hallo zusammen 👋 Mein Name ist Liv und ich bin Medizinstudentin in Düsseldorf. Ich schreibe über Ernährung, Sport und Gesundheit. Mit diesen Themen beschäftige ich mich schon lange. Nicht nur aufgrund meines Studiums, sondern auch, weil ich aus dem Spitzensport komme und unsere nächsten Leichtathletikerinnen im Verein trainiere. Hört sich interessant an? Dann melde dich für Eatearnity 💸🍒 an oder schreib uns an hello@eatearnity.com.

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