Wie du den inneren Schweinehund endlich überwindest!
Bjarna Liv Lakämper - 5 min read - 26 Feb 2021
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Der ärgste Feind ist in uns selber – heißt nicht so ein altes Sprichwort? Jeder kennt ihn, den inneren Schweinehund, der uns auf magische Weise davon abhält, produktiv zu sein, Sport zu machen oder unbeliebte Aufgaben endlich zu erledigen.

Wenn man vom inneren Schweinehund spricht, dann geht es meistens um Motivation und um das Aufschieben von Aufgaben. Das kann bei jedem anders aussehen: Manche haben generell ein Problem damit, Aufgaben fristgerecht zu erledigen, während andere nur bestimmte Aufgaben vor sich herschieben. Man verspürt einfach eine Unlust, Aufgaben zu erledigen, das kann im Job sein aber auch im Haushalt oder in ganz anderen Bereichen und man sträubt sich, findet Ausreden und noch zehn andere Dinge, die man vorher erledigen kann, bevor man sich dann schlussendlich dieser Aufgabe widmet. Hast du dich selbst wiedererkannt? Du kämpfst vielleicht auch immer mal wieder mit deiner Motivation und deinem inneren Schweinehund. Ich will dir ein paar Tipps geben, die aufzuraffen und die Lage in den Griff zu bekommen. Und gerade wenn es um Ziele geht, wie mehr zu Sport zu machen, dann reicht es nicht, sich einmal aufzuraffen, sondern es geht darum, dabei zu bleiben. Auch dafür habe ich ein paar Tipps!

Wer ist denn dieser Schweinehund?

Den Begriff gibt es tatsächlich nur in Deutschland, meiner Meinung nach trifft es das aber ganz gut. Der innere Schweinehund sträubt sich gegen Aufgaben, Dinge und Beschäftigungen, die uns keinen Spaß machen, uns belasten und wozu wir uns überwinden müssen. Der Schweinehund ist unsere innere Motivation, etwas zu tun. Diese Motivation hat auch nicht selten etwas mit den Erwartungen an einen selbst zu tun. Aufgaben bei der Arbeit, die man nicht gerne macht und dann aufschiebt führen zu Enttäuschung – und damit zu einem Teufelskreis, in dem wir die Aufgabe fast nie mehr gerne machen werden. Dazu muss man sagen, der Mensch ist sehr bequem. Wir wählen oft den Weg des kürzesten Widerstands. Und wenn wir eine Aufgabe widerwillig erledigen, dann erfordert das mehr Willenskraft und Energie, als etwas was wir aus Spaß und von Herzen tun. Die Aufgaben, die uns keinen Spaß machen fallen uns also umso schwerer, je weniger gerne wir diese machen. Und allein der Punkt auf der To-Do-Liste wird schon zur riesigen Regenwolke über deinem Kopf.

Warum muss der innere Schweinehund überwunden werden?

Der innere Schweinehund muss gar nicht überwunden werden. Aber wir gehen mit uns selbst einen Verpflichtung ein, wenn wir etwas schaffen wollen. Die Aufgaben, die man sich vornimmt, können ganz unterschiedlicher Natur sein, ob es jetzt ein Punkt auf der To-Do-Liste ist, oder der Vorsatz mehr Sport zu machen oder sich gesünder zu ernähren. Es macht Spaß, sich etwas vorzunehmen, es zu schaffen und letztendlich sagen zu können, dass man die Aufgabe bewältigt hat und das muss jeder für sich selbst herausfinden. Denn dann kommt die Motivation ganz allein, denn das Erfolgserlebnis beflügelt. Nicht jeder ist dazu gemacht, jede Aufgabe sofort zu erledigen aber auch nicht jeder kann unter Druck Aufgaben zufriedenstellend bewältigen. Jeder von uns hat diese Herausforderungen im Alltag, etwa im Job oder im Privaten. Und hier sind meine Tipps um sich aufzuraffen und zu motivieren:

Ein paar Lösungen, nicht für jedes Problem, aber vielleicht für den Anfang:

Es gibt einige Methoden, Aufgaben leichter zu bearbeiten oder sich zu motivieren. Einige davon, die ich selbst ausprobiert habe und die für mich funktionieren sind:

  • Dinge zu kombinieren, sodass mir eine Aufgabe ganz viel Spaß macht und eine weniger. Nach der Arbeit kommt das Vergnügen. So hat man gleich eine Belohnung und die anstrengendere Aufgabe fällt einem leichter
  • Partnerarbeit: Wenn man sich zum Sport verabredet hat das zwei Vorteile: Erstens, man ist nicht nur sich selbst, sondern auch seinem Partner verpflichtet und zweitens: zusammen macht es gleich mehr Spaß. Also such dir einen Trainingspartner und los geht’s!
  • Verpflichtungen suchen: ganz egal ob es ein Zeitplan, ein Tagesplan oder eine To-Do-Liste ist, Aufgaben aufzuschreiben und zu visualisieren hilft ungemein, den Überblick zu behalten und sich nicht zu verzetteln.

Bevor ich mit all dem angefangen habe, habe ich mir selbst ein paar Fragen beantwortet, die mir geholfen haben, Motivation zu finden und meine Handlungen zu überdenken.

1. Warum mache ich das?

Wenn es um den Job geht, dann ist diese Frage relativ leicht beantwortet. Geht es aber zum Beispiel darum mit Sport anzufangen, muss man sich hinterfragen. Möchte ich das für mich oder für andere machen?

2. Wohin möchte ich?

Seine Ziele zu visualisieren ist wichtig, um nicht aus den Augen zu verlieren, wo man hinmöchte. Gerade große Aufgaben sollte man in kleinere unterteilen, um auf ein großes Ziel hinzuarbeiten. Doch ohne ein ausformuliertes Ziel wird das schwierig. Und das meine ich ganz wörtlich, schreib dein Ziel auf einen Zettel und hänge es an deinen Spiegel oder stell einen neuen Bildschirmschoner ein. Die Erinnerung daran lässt die Motivation erwachen.

3. Wann funktioniere ich am besten?

Wenn man sich selbst kennt, kann man seine Abläufe optimieren. So kann ich am besten nachmittags bis abends arbeiten, morgens bin ich nicht so produktiv. Die größten Aufgaben erledigt man am besten dann, wenn man am produktivsten ist. Dazu muss jeder für sich auf sein Bauchgefühl hören und ein paar Tage hintereinander beobachten, wie sein eigenes Arbeitsverhalten ist.

4. Was ist meine Priorität?

Eine To-Do-Liste hat nicht nur die Funktion, alles aufzuschreiben, was man vorhat und erledigen soll. Auf der Liste kann man die einzelnen Aufgaben priorisieren. Sich klar zu machen, welche Aufgaben am dringendsten erledigt werden sollten, hilft eine Reihenfolge festzulegen. Und wenn man schon eine Reihenfolge hat, dann kann man ja auch gleich oben anfangen.

Schreibblock mit einer To-Do-Liste

Und danach?

Mir hilft es, erledigte Aufgaben, ob ich die nun gerne gemacht habe oder nicht, zu dokumentieren. Dazu kann man einen Haken auf seiner Liste machen, oder ein Beweisfoto vom Resultat. Der Beweis hilft dir auch beim nächsten Mal, dich zu motivieren und dich zum Beispiel länger an deinen Vorsatz mehr Sport zu machen zu halten.

Eine andere Sache ist, sich zu fragen: Wenn ich diese Aufgabe jetzt aufschiebe, was würde ich stattdessen lieber machen? Vielleicht einen Kaffee trinken? Wenn man die ganze Situation umdreht, kann man sich selbst für erledigte Aufgaben belohnen: Ich mache die Aufgabe jetzt und danach trinke ich einen Kaffee.

Und in diesem Sinne wünsche ich euch eine produktive, motivierte Woche!

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Bjarna Liv Lakämper
Ich bin Medizinstudentin aus Düsseldorf und ich schreibe über Ernährung, Sport und Gesundheit. Mit diesen Themen beschäftige ich mich schon lange, nicht nur aufgrund meines Studiums, sondern auch, weil ich aus dem Leistungssport komme. Ich bin ein sehr aktiver Mensch, ich mache nicht nur selbst Leichtathletik, sondern helfe auch beim Training der Jugend im Verein und habe ehrenamtliche Engagements. Mir persönlich ist ein gesunder Lebensstil wichtig, aber auch die Ausgewogenheit im Alltag. Aktuell helfen mir dabei kreative Aufgaben und die Verbindung zur Natur! Ich und das ganze Eatearnity-Team freuen uns auf eure Fragen und Anregungen an hello@eatearnity.com.

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